<< NRW ist Radfahrland Nummer eins zurück zur Jahresübersicht Aktivenjagd ins Velo(d)rama >>


RAD im Pott Herbst 2002 Im Pott

Informationsreiche Metrorapid-Radtour

Hochinformativ war die Radtour entlang der geplanten Metrorapidtrasse durch Mülheim und Essen Mitte Juli. Bemerkenswert (für die Veranstalter) war zunächst der Umstand, dass aus den ursprünglich vorgesehenen zwei Startpunkten in Mülheim und Essen vier wurden, denn auch in Duisburg und in Mülheim-Styrum wurde gestartet, was jedoch erst nach Erscheinen der letzten RAD im Pott festgelegt worden war.

Etwa 25 Teilnehmer ließen sich von Lothar Ebbers und Guido Berg (beide gehören zur Contrarapid-Gruppe) an insgesamt 14 Haltepunkten umfassend über das aberwitzige Vorhaben und dessen Auswirkungen vor Ort
Die Radfahrer-Gruppe unterhalb einer Brücke
informieren. Vielen wurde erst durch die Erläuterungen wirklich klar, wie umfangreich die für den Metrorapid notwendigen Umbauten sein werden und welche gravierenden Probleme dieses allein schon während der Bauphase mit sich bringen wird -- nicht nur für den laufenden Zugverkehr. Thema unterwegs war immer wieder die geradezu abenteuerliche Finanzierung (welche eindeutig darauf hinausläuft, dass die zu erwartenden Mehrkosten in Milliardenhöhe einzig und allein der Steuerzahler wird aufbringen müssen), dann der mit Sicherheit nicht einzuhaltende Zeitplan (Stichwort Fussballweltmeisterschaft 2006, von deren Stadien die Trasse zudem kilometerweit entfernt liegt) und nicht zuletzt die nach Inbetriebnahme des Metrorapids zu erwartenden Einschränkungen des Zugverkehrs im Ruhrgebiet in Verbindung mit neuen Umsteigezwängen. Und dies alles, damit ein Ministerpräsident sich ein persönliches Denkmal setzen kann.

J.B.


<< NRW ist Radfahrland Nummer eins zurück zur Jahresübersicht Aktivenjagd ins Velo(d)rama >>


Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Herbst 2002.
Für Nachfragen, Kommentare: RadImPott@freenet.de