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RAD im Pott Frühjahr 2002 Mülheim / Oberhausen

Mit dem Rad zum Einkauf in die Stadt

Radlerinnen und Radler wurden befragt

Im Auftrag der Stadt führte das Büro für integrierte Stadt- und Verkehrsplanung im Herbst letzten Jahres 152 Interviews mit Passanten, welche gerade der Mülheimer City einen Besuch per Rad abstatteten. Über zwei Drittel der Befragten gaben an, das Fahrrad grundsätzlich auch zum Einkauf zu nutzen - von diesen radelnden Kunden fährt die Hälfte sogar immer mit dem Rad zum Einkauf und das, obwohl 55% der Befragten ein Auto besitzen.

Nur jeder 5. befragte Radler wohnt in unmittelbarer Nähe der Innenstadt, die anderen kamen aus den Stadteilen und einige sogar aus den Nachbarstädten. Während immerhin 10% den etwas mühsamen Heimweg nach Heißen in Kauf nahmen, verlor sich gerade mal ein Radler aus Holthausen in der Mülheimer Innenstadt. Dies ist umso erstaunlicher, als die Heißener im Gegensatz zu den Holthausener mit dem Rhein-Ruhr-Zentrum eine Einkaufsalternative im Stadtteil besitzen. Den Heimlieferservice "Shop and Go" kannten mehr als 50% und knapp die Hälfte wusste von der Mitgliedschaft der Stadt Mülheim in der Landesarbeitsgemeinschaft der fahrradfreundlichen Städte.

In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass in den nächsten Wochen in Bussen und Bahnen sowie an einigen Fahrradständern für eine intelligente und integrative Nutzung des Fahrrads, von Bus und Bahn und von "Shop and Go" geworben wird.
Broschüre, herausgegeben von der "Fahrradfreundlichen Stadt Mülheim" und
Ganz konkrete Tipps für den Einkauf und den Transport per Rad enthält eine neue
erhältlich in den Radstationen, Büchereien und im Info Center der MST.

60% der Befragten fanden, dass sich die Situation für den Radverkehr in Mülheim verbessert hat, 35% haben hingegen keine Verbesserung bemerkt. Die abgebildete Graphiken zeigen, dass Mülheims Radlerinnen und Radler trotz beobachteter Verbesserungen noch erheblichen Handlungsbedarf erkennen; insgesamt 180 Verbesserungswünsche wurden genannt. Nach eigener Einschätzung würden die Betroffenen bei rund der Hälfte aller durchzuführenden Massnahmen ihr Mobilitätsverhalten ändern und das Fahrrad (noch) häufiger nutzen. (siehe Grafik)


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Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Frühjahr 2002.
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