Mitteilungen aus Duisburg
Critical Mass in Duisburg
Es ist nicht ganz deutlich, ob die kritische Masse der Autos, die unseren
Planeten überschwemmen erreicht ist, oder die Fahrradaktion eine kritische
Masse bildet, die die Autofahrer darauf aufmerksam macht, dass es nicht
zwingend notwendig ist, auch für die kleinste Strecke das Auto aus der Garage
zu holen.
Am letzten Freitag eines jeden Monats treffen sich weltweit Menschen, um
gemeinsam rollend darauf aufmerksam zu machen, dass Radfahren oder Skaten
- Spaß macht
- gesund ist für Körper und Umwelt
- leise ist
- zur Fortbewegung dienlich ist
u. v. a. m.
Seit Herbst letzten Jahres treffen sich auch in Duisburg regelmäßig Leute, um
sich ein kleines Stück Straßen-Freiraum zurück zu erobern: jeweils um 17.00 Uhr
am Lebensretterbrunnen in der City.
HF
RadlerTreff bietet Programm
Im April (Stadtmitte wegen Ostern auf den 08.04 verlegt / Nord 18.04.)
präsentiert die AG Verkehr auf den RadlerTreffs ihre Sammlung "Schlaglöcher des
Monats". (Siehe auch Berichte in dieser Ausgabe.) Anhand von Plakaten und Fotos
werden die gekürten "Highlights" des ersten Jahres vorgestellt.
Neue Fahrradständer an der Uni
Fahrräder können trocken und sicher parken
In neue überdachte Fahrradabstellanlagen können Studierende und Bedienstete ihr
Fahrrad jetzt trocken und sicher parken. Die Dächer aus blauen Metallstreben
mit durchsichtigen Plexiglasbögen fügen sich harmonisch in die Architektur des
Uni-Geländes ein. Besonders gelungen ist die überdachte Anlage vor der
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| Hauptmensa. Hier setzt sich die Rundung der blauen "Keksdose" mit einer |
das Aussehen ist die Erfüllung der vom ADFC aufgestellten Kriterien sowohl
hinsichtlich der Befestigungsmöglichkeit (Rhein-Ruhr-Bügel) als auch
hinsichtlich des Standorts: Erreichbarkeit, Direktheit, Einsehbarkeit,
Überdachung.
Bruno Sauser
Einbahnstraßen
In Duisburg tut sich was, wenngleich auch recht zaghaft. Im Verlauf der
geplanten Muster-Veloroute vom Mattlerbusch in die City sind drei
Einbahnstraßen in Beeck für den Radverkehr in Gegenrichtung freigegeben worden:
Bruckhauser Str., Andreas-Hofer- und Neanderstraße. Auf weitere Öffnungen
wartet man noch vergebens. In Hamborn wurden von der Politik zwei Straßen in
den vergangenen zwei Jahren vorgeschlagen. Bei der Rolfstraße in Marxloh weiß
heute niemand mehr, warum sie überhaupt eine Einbahnstraße ist. Der ADFC ist
hier seit Jahren mit der Verwaltung und der damaligen EG Marxloh im Gespräch
(Rad im Pott berichtete). Die Anette-von-Droste-Hülshoff-Straße in Obermarxloh
soll wegen der beidseitig parkenden Autos nicht freigegeben werden, obwohl die
verbleibende Fahrbahnbreite ausreichend wäre.
Auf einem Seminar des Verkehrssicherheitsrats in Münster stellte sich heraus,
dass Duisburg zu den Schlusslichtern bei der Öffnung von Einbahnstraßen zählt.
In vielen anderen Städten ist das nahezu flächendeckend umgesetzt. So gibt es
in Duisburg noch sehr viel für den ADFC zu tun.
HF
Schlagloch des Monats
Willkommen beim Schlagloch des Monats! Missstände beim Radverkehr sollen in
plakativer Form aufzeigt werden. Interessierte RadlerInnen können gern
mitwirken. Schicken Sie Ihr "Schlagloch des Monats" an den ADFC Duisburg.
Telefon + Anschrift href=http://www.adfc-nrw.de/duisburg siehe Seite 46.
Passend zum Frühjahr das Herbstlaub-Schlagloch: Bis Ende Januar waren Duisburgs
Radwege zum Teil noch so stark mit Herbstlaub bedeckt, dass sie nicht mehr
befahrbar waren. Auf der Emmericher Straße (B 8) in Meiderich auf Höhe der
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| Rüttgerswerke war ein sicheres Fahren auf den seit über drei Monaten auf Rad- |
nicht möglich. Dass es nicht zu schweren Stürzen gekommen ist, war der
behutsamen Fahrweise der Radler zu verdanken. Erst in den letzten Januartagen
wurde das Herbstlaub geräumt.
Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Frühjahr 2002.
Für Nachfragen, Kommentare: RadImPott@freenet.de