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| RAD im Pott Frühjahr 2002 | Duisburg |
Dies war bereits der dritte tödliche Unfall dieser Art in Duisburg innerhalb von 9 Monaten. In allen Fällen wurde ein den Radweg benutzender Radfahrer von einem abbiegenden Autofahrer übersehen. Am 4.4.01 geschah dies auf der Sittardsberger Allee Ecke Arlberger Straße in Buchholz, im vergangenen Herbst auf der Dinslakener Straße / Dr.-Hans-Böckler-Straße / Ecke Am Dyck in Wehofen. Bisher haben die für die Verkehrssituation verantwortlichen Dienststellen nicht reagiert.
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass nahezu alle Unfälle in den letzten Jahren, bei denen Radfahrer getötet oder schwer verletzt wurden, durch querende Autofahrer an Kreuzungen oder Einmündungen mit Bordstein-Radwegen verursacht wurden. Dies zeigt, wie gefährlich diese Radwege sind. Besonders, wenn sie hinter parkenden Autos, Baumreihen oder Grünstreifen geführt werden. Die Dunkelziffer von Beinaheunfällen, die nur durch eine Vollbremsung verhindert wurden, dürfte riesig sein.
Der zuständige Mitarbeiter bei der Polizei bestätigt diese Vermutung zwar, konnte oder wollte die Lage der Radwege als Ursache aber auch nicht bestätigen. Auf die Frage, ob der Autofahrer den Radfahrer überhaupt hätte sehen können, antwortete er: "Die Leute schauen ja überhaupt nicht" Sollten die Autofahrer tatsächlich so leichtsinnig sein und mit dem Leben der Radfahrer spielen?
adwege auf dem Bürgersteig geben ein trügerisches Gefühl der Sicherheit. An Knotenpunkten rechnen die Verkehrsteilnehmer gegenseitig nicht mehr miteinander. Der ADFC setzt sich seit Jahren für eine Führung des Radverkehrs im direkten Blickfeld des motorisierten Verkehrs ein. An Kreuzungen und Einmündungen muss der Radverkehr aus Gründen der Sicherheit direkt und ohne Verschwenkungen geführt werden.
Diese Grundsätze setzen sich aber sowohl bei den großen Parteien als auch bei den Planern der Duisburger Verwaltung nur sehr langsam durch. Hier gelten noch immer vom Gehweg abgeteilte Radwege als die beste Lösung.
HF
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