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RAD im Pott Frühjahr 2002 Essen

Ärger mit Kontaktschleifen?

In Essen gibt es eine große Zahl von Ampelanlagen, von denen die meisten automatisch gesteuert werden. Es gibt aber auch die sogenannten Anforderungsampeln, deren Schaltphasen dann ausgelöst werden, wenn ein Fahrzeug die in den Boden eingelassenen Kontaktschleifen überfährt. Auf Radfahrer reagierten die Kontaktschleifen früher jedoch nicht. Da konnte man dann warten, bis man schwarz wurde - oder illegal bei Rot in die Kreuzung einfahren. Eine Zeit lang behalf man sich bei der Stadt damit, indem man am Ampelmast einen Druckknopf installierte. Wollten Radler Grün bekommen, hatten sie diesen dann zu drücken. Insgesamt gesehen war dies aber keine glückliche Lösung, lagen doch viele der Ampelmasten so weit entfernt von der Fahrbahn, dass Radfahrer die Druckknöpfe nur mit großen Verrenkungen erreichen konnten. Seit einiger Zeit werden nun laut Tiefbauamt nur noch solche Kontaktschleifen in die Fahrbahn eingebaut, die auch auf Radfahrer reagieren sollen. In der Tat gibt es mittlerweile einige Standorte, wo Kontaktschleifen dementsprechend funktionieren.

Nun jedoch erreichte EFI und ADFC die Mitteilung, dass bei der kürzlich umgestalteten Kreuzung Rodenseel-/ Wattenscheider- / Wendelin-/ Hochfeldstraße im Stadtteil Kray-Leithe die bei der Hochfeldstraße neu eingebauten Kontaktschleifen nicht auf Radfahrer reagieren würden. Zuvor habe es dort noch einen Druckknopf gegeben, der aber im Zuge der Umgestaltung verschwunden sei. Da wird das Tiefbauamt die Kontaktschleifen in diesem Kreuzungsbereich noch nachbessern müssen, zumal hier auch eine der Hauptradrouten verläuft.

EFI und ADFC werden diesen Vorfall aber auch zum Anlass nehmen, an die Leserschaft der RAD im Pott die Frage zu richten, ob es noch weitere Kreuzungen bzw. Einmündungen gibt, bei denen Kontaktschleifen auf Radfahrer immer noch nicht reagieren. Bitte richtet sie diesbezügliche Hinweise an das Verkehrs- und Umweltzentrum (Adresse und Faxnummer S. 46).

J.B.


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Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Frühjahr 2002.
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