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| RAD im Pott Frühjahr 2002 | Im Pott |
Den erschreckenden Erkenntnissen der Ärzte kann man etwas entgegensetzen. Kindergarten, Spielplätze, Freunde, der Einkauf, die Schule, das nächste Grün, der Sportplatz und vieles mehr sind auch per Rad, mit dem Roller und zu Fuß erreichbar. Durch die Bewegung an der frischen Luft wird die Umwelt intensiv erlebt, werden die Sinne geschärft und die motorische Koordination der Kinder verbessert.
Die innere Aktivität bestimmt die äußere Mobilität. Vielen Kindern wird der Zugang zu diesbezüglichen Erfolgserlebnissen und der daraus entstehenden Selbständigkeit verwehrt. Wird der Nachwuchs im Auto von einem Ort zum anderen chauffiert ("Mamataxi"), ist das Kind fremdbestimmt, wird von der Außenwelt abgeschirmt und ist letztendlich zur Untätigkeit verbannt. Auto fahren ist
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| Kinder mit Fahrrädern |
Keine Frage, auf andere Art mobil zu sein und das auch durchzuhalten ist für Eltern anstrengender, bringt aber gerade die genannten Vorteile für die kindliche Entwicklung. Die mit elterlicher Begleitung zurückgelegten "Übungskilometer" machen den Nachwuchs fit für den Straßenverkehr und helfen so Unfälle zu vermeiden. Und ein bißchen Fettverbrennung tut auch Erwachsenen ganz gut.
Die Mitarbeiter vom Kommissariat Vorbeugung der Oberhausener Polizei kamen zu der Erkenntnis, dass manchen Kindern erst einmal das Radfahren beigebracht werden müsste, bevor diese in der 3. Klasse überhaupt zur Radfahrprüfung starten könnten. Solche Fehlentwicklungen können durch elterliches Engagement verhindert werden. Hier einige Tipps für engagierte Eltern:
1. Tipp: Stützräder gehören nicht ans Fahrrad !!!
Stützräder führen nicht selten zu bösen Stürzen, wenn z.B. ein Rad an der Bordsteinkante keinen Halt findet oder Kurven mit zu hohem Tempo durchfahren werden. Die Physik eines Rades mit Stützrädern unterscheidet sich wesentlich vom "normalen" einspurigen Fahrrad. Mit Stützrädern erlernt ein Kind eine andere, falsche Motorik. Gleichgewichtssinn und Koordination werden so nicht trainiert. Und es kommt noch schlimmer. Die Stützradmotorik erschwert massiv das Erlernen des "Gleichgewichtsfahrens". Die Kinder haben Angst umzufallen.
2. Tipp: Ab 3 Jahren mit dem Tretroller anfangen.
Diese gerade beschriebene Umlernproblematik tritt beim Übergang vom Roller zum Rad nicht auf. Ein gummibereifter Tretroller (kein Kickboard!) mit guten Bremsen ist die beste Vorbereitung auf das Radfahren. Lenken, bremsen, Gleichgewicht halten und die eigene Geschwindigkeit einschätzen werden auf dem Roller optimal erlernt. Und wenn es brenzlig wird, kann man abspringen. Mit dieser Vorbereitung brauchen 4-jährige Kinder dann oft nur 10 bis 60 Minuten, um Radfahren zu können.
3. Tipp: Mit einem passenden, kleinen Rad anfangen.
Es ist besser mit einem gebrauchten, aber passenden Kinderrad zu starten. Besonders am Anfang darf das Rad nicht zu groß sein!
4. Tipp: Richtig Radfahren lernen - trotz einer Stützradgewöhnung.
Burkhard Schmidt
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J.B.
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So werden Gefährte angeboten, die auf den ersten Blick wie eine Mischung aus Kinderrad und Anhänger aussehen. Es fehlt im Prinzip die Vordergabel mitsamt Lenker, erst ab dem Sattelrohr entspricht es einem normal angetriebenen Rad. Vom Sattelrohr ausgehend wird das gefährt mittels einer langgeschwungene Deichsel an ein anderes Rad angehängt. So kann das Kind während der Fahrt je nach Leistungsvermögen aktiv mitradeln oder aber sich ziehen lassen.
Nach dem gleichen Prinzip kann man übrigens mittels einer speziell dafür konstruierten Stange auch normale Kinderräder an ein großes Fahrrad anhängen. Die Stange wird an die Gabel des Kinderrades angebracht, das Vorderrad hängt dabei in der Luft. Das Kind kann dann wieder mitradeln oder aber sich ziehen lassen.
J.B.
(Siehe auch die kinderfreundlichen Radtouren im
Tourenteil !)
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