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Rad im Pott Winter 2001 Mülheim

Stop and go auf dem IBA-Radweg Speldorf

Zwischen Heerstraße und Lutherstraße ging die Fertigstellung zügig voran. Umso aufälliger stoppte die Baumaßnahme am letzten und entscheidenen Abschnitt zwischen Lutherstraße und Ruhrorter Straße: Jahrzehnte lang sagten sich hier buchstäblich Hase und Igel auf der für die Emmericher Straße vorgehaltenen Straßentrasse "gute Nacht". Vor einigen Jahren allerdings holzte in einer beispielslosen Nacht und Nebelaktion eine benachbarte Getränkefirma den damaligen gewachsenen, bereits im Eigentum der Stadt befindlichen Grünzug ab. Sie planierte und asphaltierte die Fläche, welche fortan als betriebliche Lagerfläche genutzt wurde.

Der von der Stadt abgeschlossene Pachtvertrag wurde laut einem Bericht der Verwaltung zwar ordnungsgemäß im Bereich des zum Bau des Radweges benötigten schmalen Korridors gekündigt, doch sah man keine Notwendigkeit, geltendes Recht gegen den Willen des tatkräftigen Anliegers durchzusetzen. Vom städtischen Planungsausschusses wurde dies als Fehlentscheidung zu Lasten berechtigter öffentlicher Interessen kritisiert und die Verwaltung aufgefordert, die Maßnahme fertigzustellen. Es bleibt abzuwarten, wie das Kräftemessen ausgeht. Unterdessen wächst das Unverständnis bei der Speldorfer Bevölkerung, wobei bereits laut über den Boykott der "Raffelberger Mineralbrunnen"-Produkte nachgedacht wurde. Das sich abzeichnende Engagement alteingesessene Bürger und namhafter Vereine macht deutlich, dass eine solche Aktion durchaus geeignet wäre, das Image der Firma nachhaltig zu beeinflussen.

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Dieser Artikel erschien in der Rad im Pott Winter 2001.
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