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Rad im Pott Winter 2001 Essen

Grußwort Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Reiniger

Herzlichen Glückwunsch zum 25jährigen Bestehen der Essener Fahrrad-Initiative. Seit einem Vierteljahrhundert tritt die Essener Fahrrad-Initiative (EFI) für die Interessen der Radfahrerinnen und Radfahrer kräftig in die Pedale. Das Engagement der EFI hat einen Umdenkungsprozess angestoßen, und der Stellenwert des Fahrrades als Verkehrsmittel ist deutlich gestiegen. Immer wieder kamen von der EFI wichtige Denkanstöße und Anregungen, die auch in parlamentarische Entscheidungen oder in Verwaltungshandeln einflossen. Radverkehr wird heute als
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selbstverständlicher Bestandteil von Stadtplanung in die Überlegungen miteinbezogen.

Ich unterstütze die Bemühungen der EFI sehr nachdrücklich dort, wo sie einem erkennbaren Bedarf gelten, etwa in Wohn- und Erholungsgebieten, und begrüße vor allem die Aktivitäten, die geeignet sind, Kindern den sicheren Schulweg auf dem Fahrrad zu ermöglichen. Ich bitte die EFI aber auch um Verständnis, wenn bei ihren Vorschlägen besonders kritisch abzuwägen ist, ob im Falle ihrer Verwirklichung wirklich eine Zunahme des Radverkehrs und damit eine Veränderung im modal split auslösen. Hier gehen unsere Einschätzungen häufig noch auseinander.

Unbeschadet manchmal unterschiedlicher Bewertung der Dinge danke ich der EFI und allen ihren fleißigen Mitstreiterinnen und Mitstreitern für ihr Engagement. Ich wünsche mir weiterhin konstruktive Diskussionen und der Essener Fahrrad-Initiative eine erfolgreiche Zukunft.

Essen, im November 2001
Dr. Wolfgang Reiniger
Oberbürgermeister


Grußwort Landtagsabgordneter Dr. Thomas Rommelspacher

Ohne die Essener Fahrrad-Initiative wäre es um den Radverkehr in Essen schlecht bestellt. Ihr zäher Kampf um die Absenkung von Bordsteinkanten gehört zwar weitgehend der Vergangenheit an, aber der Fortschritt "Pro Rad" marschiert nach wie vor nicht ungebremst, und so ist die Geschichte der EFI so abwechslungsreich wie die wechselnde Konjunktur des Radverkehrs in Essen.

Viele Fortschritte in Sachen Radverkehr konnten wir als GRÜNE in Zusammenarbeit mit der EFI erzielen. So hat die Verleihung der "Rostigen Speiche" an die Stadt
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Essen dazu beigetragen, die ablehnende Haltung der jahrzehntelang tonangebenden SPD gegenüber dem Radverkehr zeitweilig zu verändern. Mit der Teilnahme am Projekt "Fahrradfreundliche Stadt" wurde ein neues Kapitel aufgeschlagen und für einige Jahre arbeiteten Umwelt- und Verkehrsverbände, GRÜNE und SPD sogar an einer "Verkehrswende" in Essen.

Heute droht wieder der Rückschritt. Auch in einer Zeit, in der eine schwarz-gelbe Ratsmehrheit viele Radverkehrs-projekte abwürgt oder gar zurückbaut, stehen GRÜNE an der Seite der EFI, setzen wir uns gemeinsam für eine fahrradfreundliche Stadt ein. Die große Aufgabe bleibt es, das Hauptroutennetz durchzusetzen. Mehrheiten für den Radverkehr sind aber derzeit oft nicht zu erzielen. Um das Erreichte in solchen Zeiten zu sichern und auszubauen, ist die zähe Aufklärungsarbeit der EFI gefragt, sind außerparlamentarische Aktivitäten besonders nötig.

Auf diesem Weg wünsche ich der Essener Fahrrad-Initiative weiter Erfolg. Trotz aller Hemmnisse: Der Lauf des Rades ist nicht aufzuhalten!

Mit herzlichen Grüßen

Dr. Thomas Rommlspacher MdL
Mitglied der Auswahlkommission Fahrradfreundliche Städte in NRW


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Dieser Artikel erschien in der Rad im Pott Winter 2001.
Für Nachfragen, Kommentare: Rad-im-Pott@gmx.de