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Rad im Pott Frühjahr 2000 Oberhausen

Nachrichten aus Oberhausen

Chronik 1999. Der ADFC Oberhausen/Mülheim e.V. hat für das Jahr 1999 einen Rechenschaftsbericht mit Jahreschronik zusammengestellt, der in der Geschäftsstelle (Adresse S. 46) erhältlich ist bzw. angefordert werden kann.

Mülheimer Straße. Für fünf Monate wird die Mülheimer Straße zwischen Wasserturm und Teerbaugelände für den Radverkehr voll gesperrt, da an der Westseite eine Stützwand erneuert werden muss. Dabei wird für die Einrichtung der Baustelle der komplette Geh- und Radweg der einen Straßenseite sowie ein Teil der Fahrbahn belegt, wobei die Fahrspuren "auf Mindestmaße" verengt werden. Dazu muss auch der Radweg auf der östlichen Fahrbahnseite vom Kfz-Verkehr mitbenutzt werden, so dass nur ein schmaler Gehweg übrig bleibt. Da die Benutzung der Fahrbahn für Radler durch Beschilderung unterbunden werden soll, wird in Fahrtrichtung Süden eine Umleitung ausgeschildert, die auf Anregung des ADFC durch das Gewerbegebiet Im Lipperfeld und über die Henkelmannbrücke führt. In Fahrtrichtung Norden sollen die Radler absteigen und auf Höhe der ca. 200 m langen Baustelle ihr Rad auf dem Gehweg schieben. Nicht durchsetzen konnte sich der ADFC mit seinen Vorschlägen, auf der östlichen Seite einen Zweirichtungsradweg mit Schiebestelle im Baustellenbereich einzurichten, und die Baustelle außerhalb der Arbeitszeiten zu räumen und so gerade den Gelegenheitsradlern am Wochenende die Nutzung der Mülheimer Straße zu ermöglichen.

Rhein-Herne-Kanal. Schon mehrfach berichtete die RAD im Pott über den Kanalradweg in Höhe der Ruhrorter Straße/Autobahn A 3. Jahrelang hatten Lastkraftwagen einer dort ansässigen illegalen Bodensortieranlage den Uferweg zerstört. Diese Anlage ist nun stillgelegt und die Fläche begrünt worden, so dass der Kanalradweg sich in Zukunft wohl in besserem Zustand zeigen wird.

Friedrich-Karl-Straße. Diese Hauptverkehrsstraße im Herzen Alt-Oberhausens soll bald umgestaltet werden. Dabei erhält die Fahrbahn eine neue Asphaltdecke, und die Verkehrsfläche wird neu aufgeteilt. So wird die Busspur aus der Poststraße verlängert und die Radler bekommen bessere Wege und mehr Platz. Über die freien Rechtsabbieger der Einmündung Concordiastraße wird der Radverkehr direkter geführt (nicht mehr über die Dreiecksinseln), dennoch verbleibt mit diesen überdimensionierten Spuren ein nicht notwendiges Gefahrenpotential. Die CDU lehnte diese Umgestaltung übrigens ab, da vor der Paketpost eine Handvoll Parkplätze entfallen müssen. Möglicherweise hat sie übersehen, dass hinter dem Hauptbahnhof zahlreiche neue Parkplätze entstehen.

Einbahnstraßen. Im Herbst hatte der ADFC der Stadtverwaltung zahlreiche Einbahnstraßen genannt, bei denen die Einbahnregelung für den Radverkehr aufgehoben werden sollte. Die Vorschläge des ADFC werden inzwischen schrittweise umgesetzt.

Winterdienst: Auf Anfrage sandte die WBO dem ADFC den Gesamtstreuplan für Oberhausen. Danach werden Radwege "an gefährlichen Stellen außerhalb der Dringlichkeitsstufen nach Plan abgestreut bzw. abgeschoben". Die für Radler sehr wichtige Radtrasse scheint jedoch in keiner Dringlichkeitsstufe enthalten zu sein.

Busverkehr: In der letzten Zeit häuften sich die Beschwerden von Radlern über Busfahrer, die auf der Straße fahrende Radler bedrängten, wenn gleichzeitig ein nicht benutzungspflichtiger Radweg vorhanden war. Nach einem Gespräch mit dem Stoag-Vorstand kann der ADFC diese Problematik im Rahmen der Busfahrerfortbildung im Frühjahr bei der Stoag vorbringen.

OM


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Dieser Artikel erschien in der Rad im Pott Frühjahr 2000.
Für Nachfragen, Kommentare: Rad-im-Pott@gmx.de