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| Rad im Pott Winter 1999 | Oberhausen |
Mittlerweile gehören 26 Städte der Arbeitsgemeinschaft an und die Liste der Bewerber ist lang. Die Auswahlkommission -- die die Stadt einen Tag mit dem Fahrrad bereist -- muß zur Überzeugung gelangen, daß der Radverkehr mit innovativen und konsequenten Maßnahmen gefördert wird. Dabei wird neben der vorhandenen Infrastruktur auch die bereits verbindliche Planung zukünftiger Maßnahmen bewertet. Die Fahrradfreundlichkeit einer Stadt wird zunehmend nicht nur an "harten", sondern auch an "weichen Faktoren" gemessen: Gibt es einen Arbeitskreis Radverkehr, wie arbeiten Verwaltung, Politik und Interessenverbände zusammen, gibt es ein Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit?
Oberhausen kann bereits mit einigen Pfunden wuchern: Hierzu gehören die Fahrradstationen und eine vorbildliche Wegweisung auf den Hauptrouten. Bei der Einrichtung von Schutz- und Radfahrstreifen und der Öffnung von Einbahnstraßen belegt Oberhausen ein gutes Mittelfeld, wobei etliche, nicht StVO-konforme Bordsteinradwege gewissermaßen Altlasten darstellen und das Instrument der Fahrradstraße bislang noch nicht zur Anwendung kam. Bei der Führung des Radverkehrs an Kreuzungen und der Signalisierung sind zwar positive Ansätze vorhanden, jedoch sind gerade hier auch Rückfälle in die 70er Jahre zu beobachten. Neben der Herausgabe des Fahrradstadtplanes kann man in Oberhausen bisher noch keine Öffentlichkeitsarbeit zur Radverkehrsförderung feststellen.
Der ADFC begrüßt den Willen der Stadt zur Aufnahme in das Landesprogramm. Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung ist schließlich, daß jetzt mit ganzer Energie und ohne Halbherzigkeiten an der Erfüllung der zweifelsohne teilweise noch fehlenden Voraussetzungen gearbeitet wird -- wobei die Öffentlichkeitsarbeit eine der wichtigsten ist.
süs & HPV
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