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Rad im Pott Winter 1999 Mülheim

Neues aus Mülheim

"Fahr Rad und die Stadt blüht auf" lautet ein Slogan des fahrradfreundlichen Mülheims. Doch was blüht dem Radverkehr im Jahr 2000? Hier ein Überblick:

Mehrere Jahre sind für den Ausbau der Weseler Straße veranschlagt, der im Herbst begann. Hier entstehen beidseitig kombinierte Geh- und Radwege.

Zwischen der Eisenbahn und der Albertstraße entsteht derzeit durch den KVR der Stadtpfad Styrum. Der MüGa-Radweg wird somit freizeittauglich bis zum Bahnhof Styrum verlängert. Der KVR plant einen zweiten Bauabschnitt auf der ehemaligen Bahntrasse bis Ruhrort.

Gegen den Widerstand des ADFC wurde vor 10 Jahren eine Planung für die Prinzeß-Luise-Straße ohne qualitative Radverkehrsanlagen auf den Weg gebracht, die mit dem 4. Bauabschnitt zwischen Kirch- und Thüringerstraße in 2000 abgeschlossen wird. Dank der StVO-Novelle wird auch hier Wahlfreiheit bestehen zwischen Benutzung des ca. 2,45 m breiten Gehweges und der Fahrbahn.

Der IBA-Hauptweg entlang der A 40 zwischen Mellinghofer Straße und der Wackelsbeck wird nach sieben Jahren Vorbereitungszeit ausgebaut. Radwege im Heidkamp, Verbreiterung des Salamanderweges und eine Lichtsignalanlage zur Überquerung der Wackelsbeck bilden die Hauptmaßnahmen.

Baureif ist auch der IBA-Radweg Speldorf zwischen Emmericher und Ruhrorter Straße, trotzdem gibt es noch keinen gesicherten Baubeginn.

Der KVR plant für den Emscher Park Radweg auf dem Mülheimer Abschnitt Verbesserungen. So erhält die Kreuzung Alstadener/Meidericher Straße einen Minikreisverkehr und der Schildberg zwischen Auf dem Bruch und Heiermannstraße Radfahrstreifen.

Eine Entscheidung der BV 2 zum Schutzstreifen Gathestraße lag bei Redaktionsschluß noch nicht vor.

Als nicht unwahrscheinlich gilt die Verlängerung des geplanten Schutzstreifens in der Oberhausener Solbadstraße auf die Mülheimer Friesenstraße bis zur Steinkampstraße

Die finanziellen Weichen für einen zentralen Lückenschluß im Mülheimer Hauptroutennetz, die Umgestaltung der Saarner Straße zwischen Kirchstraße und Akazienallee, sind 2000 zu stellen. Auch sind Gelder für die Radverkehrsanlagen in der Hingberg- und in der Oberen und Unteren Saarlandstraße einzuplanen.

Noch keine Perspektive gibt es für die Fertigstellung der Ost-West-Route, wobei der Dickswall und die Essener Straße die gefährlichsten Lücken darstellen.

Die geplante neue Verkehrsführung in der westlichen Innenstadt würde die City mit dem Fahrrad erstmalig durchgängig befahrbar machen, jedoch ist in 2000 nur mit dem Baubeginn zu rechnen, für die darauffolgenden Jahre mit umleitungsbedingten Verschlechterungen.

HPV


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Dieser Artikel erschien in der Rad im Pott Winter 1999.
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