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Statusbericht
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Am 01. Dezember 1995 wurde der
KorkenBUND
von der Kreisgruppe Essen des BUND
(Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) ins Leben gerufen. Das Netz
der
anfänglich drei Sammelstellen (Verkehrs- und Umweltzentrum/Maxstraße,
Recyclinghof/Lierfeldstraße, Naturkostladen NatürLICH/Weidkamp) ist
inzwischen auf
fast 60 Abgabeorte angewachsen.
An dieser Sammelaktion beteiligt sich neben Schulen, Krankenhäusern,
Weinhändlern, der
AOK, Kirchengemeinden, Gaststätten, Büchereien auch die Stadt Essen.
Neben einer
öffentlichen Sammelstelle im Rathaus ist dem KorkenBUND bei den
Entsorgungsbetrieben in der
Schönscheidtstraße, heute in Altenessen, ein Lagerraum für die gesammelten Korken zur
Verfügung
gestellt worden.
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Eine erste Lieferung von 4,5 Kubikmetern (ca. 100.000 Korken mit einem
Gesamtgewicht von rund 700
Kilogramm) ist am 13. August 1996 zum Epilepsiezentrum nach Kehl-Kork auf den
Weg geschickt
worden.
Seit dem 14. August 1996 sammelte der KorkenBUND die Verschlüsse von Wein-
und Sektflaschen
für die
KORKampagne
aus Hamburg. Im März 1996 begann dort die Verarbeitung der
Korken zu ökologischem Baudämmstoff im ‘Eilbek-Service’ für
psychisch kranke
Menschen, einem Zweig-betrieb der
Winterhuder Werkstätten für Behinderte
(WWB).
Durch die Initiative der KORKampagne wurden dort zwei Arbeitsplätze
geschaffen. Die WWB
werden künftig DM 0,25 pro Kilogramm Korken an die
Stiftung Europäisches
Naturerbe
für deren Projekt ‘Kranich-Schutz’ in der spanischen Extremadura
überweisen.
Die bisher erfolgreichste Aktion des KorkenBUND ist ein Sammelwettberwerb
für Korken in den
Essener Kindergärten. Bis zum 30. Juni 1997 sollten möglichst viele
Flaschenverschlüsse gesammelt werden. Insgesamt kamen bei dieser Aktion
1,4 Tonnen
(rund 9 Kubikmeter) des wertvollen Rohstoffs zusammen. Die sechs erfolgreichsten
Kindergärten wurden mit Preisen geehrt.
Im Anschluß an diese Wiegeaktion wurden
2,2 Tonnen
Korken kostenlos von der
Deutschen Bahn AG nach Hamburg transportiert.
Nach dieser einmaligen Aktion der DB wurden wir auf der Suche nach einem Spediteur bei der Firma LOXX fündig, die für uns bis Januar 2004 die anfallenden Korken als Beifracht kostenlos nach Hamburg transportiert hat.
Seit Februar 2001 wird ein Teil der gesammelten Korken von der Aachener Projektwerkstatt Heinrich Böll e.V. abgeholt, die ab Januar 2004 die Gesamtmenge an Korken übernimmt. Dort werden sie zu Granulat geschreddert und als Schüttgut zur Wärme- und Schalldämmung von Wänden, Dachschrägen und Decken eingesetzt. Die Beschäftigungsinitiative Projektwerkstatt Heinrich Böll hat das Ziel, schwerstvermittelbare langzeitarbeitslose Jugendliche und Erwachsene an ökologisch sinnvolle Arbeit heranzuführen und sie zu qualifizieren. Auch sie unterstützt das Projekt "Kranich-Schutz" und überweist 0,11 EUR pro Kilogramm Korken an die Stiftung Europäisches Naturerbe (EURONATUR).
An den rund 60 Sammelstellen im Essener Stadtgebiet sind bis zum Ende des Jahres 2003
ca. 115 m³ = 21.560 kg Korken gesammelt worden.
Ein Fernziel ist die Schaffung von Behindertenarbeitsplätzen im
Großraum Ruhrgebiet.
Zu diesem Zweck ist neben der Ausweitung der Sammelintensität auch eine
Verknüpfung
vieler Sammelinitiativen in der Umgebung notwendig.
KorkenBUND: Annette und Frank Mildenberger; Kühnholdstr. 3; 45355 Essen;
Fon: 0201/611736, Fax: 0201/231707
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