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Ursprünglich gab es in Deutschland 185 Arten Tagfalter. Aber unbemerkt von
der Öffentlichkeit verschwinden immer mehr Tagfalter. In England
werden die Falter schon seit drei Jahrzehnten zahlenmäßig
beobachtet. Dabei zeigte sich, dass innerhalb von 20 Jahren die
Verbreitung von drei Vierteln aller Schmetterlinge abgenommen hat.
Um auch hier in Deutschland flächendeckend Aussagen machen zu können,
werden viele Beobachter gesucht, jeweils von April bis September,
die immer wieder die gleichen oder auch verschiedene Flächen
beobachten. Für eine solche „Volkszählung“ werden nur häufige
und leicht erkennbare Falter ausgewählt, die jeder Interessierte
ansprechen kann, in diesem Jahr Kleiner Fuchs, Tagpfauenauge,
Admiral, Distelfalter, Aurorafalter, Schwalbenschwanz und
Zitronenfalter. In der Aktion „Abenteuer Faltertage“ ruft der
BUND alle auf, mitzubeobachten. Eine Liste mit Abbildungen der
sieben Falterarten trägt auf der Rückseite einen Fragebogen, den
man kopieren und mitnehmen soll, wenn man spazieren geht, in seinem
Garten arbeitet oder sich mit dem Hund draußen aufhält, wobei man
gleichzeitig ein Auge auf Schmetterlinge haben kann. Diese Listen füllt
der Beobachter aus und sendet sie zurück. Die Eintragungen können
auch sofort im Internet gemacht werden oder man kann sich die Liste
herunterladen und kopieren.
Im Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle werden die Ergebnisse gesammelt und
ausgewertet.
   
 
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